Biomechanik und Physiologie der Gelenke:
Knorpelerhalt durch Funktion
Die Gelenke sorgen dafür, dass wir gehen, rennen, springen, greifen oder stehen können. Sie dienen als Scharniere, Drehgelenke oder Stoßdämpfer, ohne dass unsere Knochen bei Bewegungen direkt aufeinander treffen. Sie fangen enorme Druckbelastungen ab und schützen unser Skelett vor Schädigungen.

Struktur und Komponenten des Gelenkaufbaus
Obwohl Gelenke je nach Lokalisation unterschiedliche Formen aufweisen, folgen sie einem einheitlichen anatomischen Grundprinzip. Die Gelenkflächen der Knochenenden sind mit einer hyalinen Knorpelschicht überzogen.
- Knorpelmatrix: Dieses Gewebe besteht aus spezialisierten Knorpelzellen (Chondrozyten) und einer extrazellulären Matrix.
- Biochemische Bausteine: Die Elastizität und Druckfestigkeit resultieren aus dem Gehalt an Kollagen, Hyaluronsäure, Glucosamin und Chondroitinsulfat. Ein Mangel an diesen Substanzen reduziert die Pufferkapazität des Gewebes.
- Gelenkkapsel: Eine Hülle aus Bindegewebe umschließt das Gelenk und definiert den Gelenkspalt.

Nährstoffversorgung der Gelenkknorpel (Diffusionsprinzip)
Gelenkknorpel sind nicht durchblutet und verfügen entsprechend nicht über Blutgefäße. Daher werden Gelenkknorpel über die Gelenkflüssigkeit (= Synovia) mit wichtigen Nährstoffen versorgt.


